Feiern mit Gold

Mai 9, 2010

Es ist in fast allen Ländern dieser Welt, absolut normal, Preise und Geschenke aus Gold fertigen zu lassen. Ob es sich dabei um die Goldmedaille handelt, oder einem Goldpokal. Gold steht immer für den ersten Platz und für den Sieg.

Dabei ist nicht unbedingt der Wert des Gegenstandes von Interesse, denn es hat eh so gut wie niemand vor, die Preise in den Goldverkauf zu geben. Außerdem gibt es meistens auch noch ein Preisgeld dazu. Viel mehr ist es der symbolische Wert, denn Gold steht, seit Menschengedenken, für Macht und Ruhm. So war im Mittelalter Gold ausschließlich für den Adel bestimmt. Wer genug Geld besaß, der hat sein Hab und Gut mit dem Metall veredelt und konnte so allen seine Überlegenheit und soziale Stellung zeigen. Ein einfacher Bürger hatte nur in seltenen Fällen Gold und selbst wenn es welches besaß, dann nur aus reinen Handelsgründen. Es war nicht denkbar, dass jemand der Mittelschicht, über Gold zu dekorativen Zwecken besaß. Heute ist das mit beispielsweise einem teuren Auto zu vergleichen.

Mit der Zeit übertrug sich diese Assoziation auf die goldene Farbe und weniger auf den Wert. So enthalten heute die meisten Pokale, Medaillen und andere Anerkennungen, wenig oder garkeinem Feingoldanteil. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn der symbolische Wert ist dabei ausschlaggebend und dieser wird eigentlich nur durch die Farbe bestimmt. So darf heute die goldene Siegerprämie auf keiner Siegerehrung mehr fehlen. Ähnlich sieht es auch bei Silber und Bronze aus, obwohl der Materialwert in diesen Fällen auch deutlich unter dem von Gold liegt.

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